Arbeitende Väter – wie man es macht, verliert man?

Zugegeben, der Vorfall ist nicht ganz aktuell, aber ich habe davon erst jetzt gelesen:

Sigmar Gabriel, Vater eines 2jährigen Kindes, rund um die Uhr arbeitender  vollarbeitender Berufspolitiker, möchte sein Kind einmal in der Woche vom Kindergarten abholen. Er selbst sagte hierzu, dass er dann etwa 3 Stunden beschäftigt sei, mal einen halben Tag aussteige, sonst aber 12-16 Stunden Arbeitstage habe und auch am Wochenende arbeite. (Wahrscheinlich betreut er das Kind dann mittwochs, bis seine Frau nach Hause kommt.)

Und was geschah? 

Jemand erhob eine Dienstaufsichtsbeschwerde, denn er würde seine Amtspflichten vernachlässigen. Nun ja, seine Wochenarbeitszeit übersteigt die des Beschwerde erhebenden Beamten wahrscheinlich um 100%.  Ohne weitere Worte….. Unter anderem hier nachzulesen.

Jörg Assmussen, Finanzpolitikstar, Vater zwei kleiner Kinder, lebt mit Frau und Kindern in Berlin. Nach verschiedenen Wechseln wollte er zur KfW Bank in FF/M, allerdings verhandelte er darüber, einige Tage im Monat von Berlin aus zu arbeiten, um seine Familie, vor allem die Kinder, überhaupt noch zu sehen.

Diese ihm hatten bei seinen letzten Jobs, an denen er auch mal 14 Tage am Stück nicht zuhause war (Dienstreisen), mitgeteilt, eigentlich brauche er auch gar nicht mehr anrufen. Wenn er etwas von ihnen wissen wolle, solle der Papa doch nach Hause kommen. Natürlich, ein Vater, der so oft weg ist, ist „aus der Welt“. Zum Schluss verhandelte er über 4 Tage Frankfurt, 1 Tag Berlin (auch dort gibt es eine KfW Niederlassung). Dienstreisen kämen natürlich auch wieder dazu.

Aber……. da war nichts zu machen. Entweder komplett Frankfurt oder gar nichts. Also…. gar nichts. Hier gibts mehr zu lesen. (Natürlich kam das manchem gelegen, ihn loszuwerden, denn jeder erfolgreiche Mensch hat Neider oder Konkurrenten, aber das über die Familenschiene zu machen…)

Vielleicht spricht sich ja doch noch einmal herum, dass Kinder Väter brauchen! Nicht nur existierende, sondern Anwesende. Die Vorbilder sind (anwesend!),  mit denen man in Beziehung kommen und von denen man etwas lernen kann. Um selbst gut aufzuwachsen und kompetent zu werden.  Was für eine familienunfreundliche Arbeitsgesellschaft….

 

 

 

 

 

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Autor: Juristin

Juristin, Mutter, Ehefrau u.v.m.

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