Neujahr – Neustart … mit Hindernissen

Ich wünsche Euch ein wunderbares neues Jahr!

Neujahr! Zeit für Erinnerungen und Vorsätze. Wir hatten dieses Jahr leider keine Zeit für beides, aber dafür eine nette Silvesterfeier mit Freunden, die sich von einer Feier mit kleinen Kindern nicht abschrecken ließen (Danke dafür!). Ich mag es ja gerne, mir Sachen vorzunehmen, aber krank mit Kindern zu sein, lässt einfach keine Zeit für einen gerade Gedanken. Vielmehr: Überlebensmodus an. Wobei einfaches krank sein ohne Kinder ja meist auch schon ausreicht, um keine Kapazitäten für Extras zu haben. Deshalb verschiebe ich meine Vorsätze einfach mal um ein paar Tage – magisches Datum hin oder her. Ich hole solange einfach ein paar all-inclusive Vorsätze aus der Konserve und plane „mehr Sport, mehr Lernen, mehr effektives Lernen und mehr Zeit für die Kinder“. Daran feilen kann ich ja noch immer. „Weniger Süßigkeiten“ nehme ich mir lieber erst im Jahr nach dem Examen vor!

BuchAdam Fletcher Wir können auch andersWie man „effektiver lernen“ umsetzt, geistert auch schon ansatzweise im Kopf herum: Wir lesen gerade „Wir können auch anders“ von Adam Fletcher von der Spiegel Bestseller Liste. Darin beschreibt er wunderbar, wie irrational Menschen sind (echte Leseempfehlung!) und wieso wir unser Leben nicht mit dem einen tollen Vorsatz / Life Hack / Supertrick anhaltend verbessern können, sondern nach einer ersten Begeisterungswelle doch immer wieder auf das normale Niveau zurückfallen: nicht mehr jeden Tag joggen (aber morgen wieder!), doch wieder zuviel Schokolade essen (nur heute!) oder die neue Frisur doch nicht unser Leben verändert (wir bleiben derselbe Mensch, nur mit Ponyfransen).

In seinem Buch beleuchtet Fletcher unter anderem die Hawthorne Studien, bei denen Wissenschaftler untersuchen wollten, wie in den gleichnamigen Fabriken die Arbeitsproduktivität der Mitarbeiter gesteigert werden könne. Dazu veränderten sie verschiedene Parameter, unter anderem Lichthelligkeit oder Raumtemperatur der Produktionsstätten. Wie erwartet, stieg die Produktivität an, nachdem die Beleuchtung heller eingestellt worden war.

Sollten wir jetzt also einfach noch eine zweite Lampe auf den Schreibtisch stellen?

Warum nicht. Es wird die Produktivität, die Effektivität des Lernens wahrscheinlich steigern.

Dann machten die Wissenschaftler in ihrer Studie die Lampen wieder dunkler.

Lustigerweise steigerte sich auch hier die Produktivität der Arbeiter ein weiteres Mal. Bei dunklerem Licht? Ja! Also die zweite Schreibtischtischlampe wieder wegräumen und aus der ersten die helle Birne gegen eine dunklere tauschen? Ja, es wird die Produktivität wahrscheinlich steigern. 🙂

Die Wissenschaftler bemerkten, dass jede Änderung der Arbeitsbedingungen zur einer Leistungssteigerung führte – aus dem einfachen Grund, weil dem Thema (und somit den Arbeitern), Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Der gleiche Effekt wird auch durch einen Mentor, Tutor oder eine Lerngruppe bewirkt, oder in der Arbeitswelt durch Kunden, Mandanten oder Chefs, die Ergebnisse sehen wollen. Alleine herumlernen ist da nicht optimal, logisch, aber durch ständigen Wechsel können wir wahrscheinlich der Eintönigkeit und damit Langeweile besser entkommen, die uns immer wieder zu Ablenkungen verleitet.

Wechselt man seine Methoden, nimmt man seine Arbeitsmethoden und vor allem den Output immer wieder in den Focus und versumpft nicht so leicht.

Ich probiere das also mal. Als erstes mit der Pomodoro Technik. Mal schauen, wie sie funktioniert und wielange. Ich werde sie erst einmal zwei Wochen ausprobieren und dann weiter dran feilen.

Medikamente

Mein Jahr begann im Übrigen mit Hindernissen. Wie bereits geschrieben, war ich in den letzten Wochen krank. Zu Silvester ging es eigentlich schon wieder besser. Den Neujahrstag, den ersten des Jahres, an dem man noch einmal ruhig über das kommenden Jahr und seine Vorsätze nachdenken kann, verbrachte ich mit höllischen Ohrenschmerzen. Mittelohrentzündung. Hallelujah! Hatte ich noch nie und brauche ich auch nicht nochmal. Nachdem die Schmerzmittel nicht mehr ausreichten und weil das Wochenende vor der Tür stand (=Arztpraxen zu) verbrachte ich den Nachmittag und Abend dann in der 1. Hilfe in einem eisigen zugigen Gang wartend mit den anderen Genervten Patienten, um das AB und Schmerzmittel abzuholen. Der Dr. med. war dann immerhin professionell freundlich, sehr jung und sehr gutaussehend. 🙂

Und was habt Ihr Euch so vorgenommen im neuen Jahr?

Links:

Adam Fletcher

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Autor: Juristin

Juristin, Mutter, Ehefrau u.v.m.

1 Kommentar zu „Neujahr – Neustart … mit Hindernissen“

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