Was machst du eigentlich den ganzen Tag – 5. Februar

Heute ist der 5. Februar. Da ich finde, dass gerade in der Examensvorbereitung immer Zeitnot herrscht und weiterhin gerade die Eltern besonders davon betroffen sind, passt die von Frau Brüllen initiierte Blogparade „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ (WmdedgT) hervorragend zum Thema.

Der Tag startete mit einer müden Mama (wenn man auch nicht ins Bett kommt) – war mir aber schon vorher klar, so konnte ich mich darauf einstellen. Gegen 6:37 Uhr 😉 wurde ich von einem liebevollen „Da!“ neben meinem Ohr geweckt, auf ein „Wollen wir aufstehen“ wurde eifrig genickt. Dann über den Flur zur großen Schwester geschaut und auch sie geweckt. Die kleine ist immer ganz begeistert, wenn sie die große wecken kann, die große Tochter weniger („Geh mit dem Buch aus meinem Gesicht!!“).

Nach dem Frühstück, was vom ewig hungrigen Kleinkind immer sofort lautstark eingefordert wird, und dem üblichen Morgenkrams dann ab zum Kindergarten. Große abgegeben, Küsschen, Tschüs! Nebenbei zwei Brötchen (und Schokolade) erstanden und dadurch etwas zu spät zur Krabbelgruppe.

Die war heute wieder sehr spannend, es ging um unerwünschte Verhaltensweisen. Ein bisschen plaudern, dann dem Sofortimbiss nebenan widerstanden und gegen 11:15 Uhr direkt nach Hause.

Mittag fürs kleine Töchterchen, und Mama schaut mit schlechtem Gewissen nebenbei in die Emails. Eigentlich möchte ich beim Essen gemütlich mit meinem Kind sitzen und voller geistiger Anwesenheit mit ihm sein, auch wenn ich nichts esse. Gemeinsame Mahlzeiten und so…. Man kennt diese Ziele. Allerdings habe ich wieder den kürzeren gezogen und doch noch schnell einen Blick in den Computer geworfen. Naja…. verbesserungswürdig.

Während das Kind die Taschentuchverpackungen in der Küche verteilt, schnell etwas aufgeräumt. Nein, das widerspricht sich nicht. *g* Eigentlich wollte ich noch bis halb eins warten mit dem Mittagsschlaf, aber wir sind beide sooo müde. Also schnell umziehen und ab ins Bett.

Nach zweieinhalb Stunde wache ich verwirrt auf. Kind schläft noch? Wie oft ist das in letzter Zeit vorgekommen? Nie. Ich überlege und wage es dann, laaaangsam, laaaaagsam auf den Rücken zu rollen, damit die eingeschlafenen Gliedmaßen sich erholen können. Hurra, hat geklappt, Kind hat nur kurz ein Geräusch gemacht und schläft weiter. Jetzt wieder ausatmen. Auf die Uhr schauen wäre toll. Ach nee, lieber nicht bewegen. Im Kopf versuche ich die letzten auswendig gelernten Dinge zu wiederholen. Das klappt mäßig, weil ich die kurzfristigen Wiederholungen schon wieder nicht geschafft habe. Hmpf.

Nach ca. 10 min wacht das Kind mit „Da!“ auf und wir starten in den Nachmittag. 2,5 Stunden geschlafen. Wow, so ausgeruht war ich schon lange nicht. Nach einem Nachmittagssnack räumen wir noch ein bisschen in der Wohnung hin und her und dann kommt auch schon der Papa und wird freudig begrüßt. Ich werfe noch eine Suppe für später an, schnippel, schnippel, schäl, und er packt die Sachen und los gehen die beiden, die große Tochter abzuholen. Mini winkt noch dreimal und weg sind sie.

Von 16 – 18:30 Uhr also Lernzeit. Mit 30 min Mittagspause, habe ja noch nichts gegessen. Ja, es dürfen auch mal Pommes sein. Gegen 18 Uhr wieder eine Pause. Auswendig lernen ist anstrengend. Aus 10 min werden 20, habe mich festgelesen. Daran kann man noch arbeiten. Die Freizeit ist immer so verlockend.

18:30 Uhr fallen ein müder Mann und zwei aufgedrehte Kinder ins Haus. Die Suppe ist fast fertig, eine Zutat fehlt noch, ich gehe schnell zum Eckladen und hole sie und um 19 Uhr gibt es Essen. Der Mann sieht immer müder aus. Er spricht trotzdem noch Details für das Familientreffen ab. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Danach bringen wir jeder ein Kind ins Bett. Der Mann surft daneben im Internet. Ich wette, er hat auch ein kleines schlechtes Gewissen, aber die Freizeit lockt 😉

Mini will nicht ins Bett, ist ja super ausgeschlafen. Ich lasse sie noch etwas umherflitzen. Nachdem ich sie dreimal zum Schlafen gehen geholt habe, reicht es, jetzt geht es wirklich ins Bett. Sie erzählt noch so einiges.

Gegen 20:30 Uhr vernehme ich tiefe Atemzüge. Vorsichtig die Hand los lassen. Zehn Sekunden später Protest. Das ganze geht dreimal. Ich höre daneben das Mitsing – Konzert des Nachbarn an. Wenigstens singt er gut 🙂 und unser Musikgeschmack entspricht sich auch.

20:40 Uhr schläft die kleine Tochter dann endlich. Fünf Minuten später traue ich mich aus dem Raum. Die Arbeit ruft.

21:30 Uhr müder Mann kommt herein. Die große schläft und wir sprechen kurz über die Organisation der Kindergeburtstagsschatzsuche. Ich bin müde. Wird schon, ich denk morgen drüber nach. Dann wieder arbeiten.

Gegen 22 Uhr Pause. Ein bisschen Blog schreiben. Aus 20 min werden 30. Egal. Kann nicht nur arbeiten.

Dann wieder zum Verfassungsrecht. Werde noch bis 24 Uhr weiterlernen, mit kleinen Pausen. Bin zufrieden. Ein guter Tag!

Einziges wirkliches Manko: fast die gesamte Schokolade aufgegessen.

PS: Gegen 23 Uhr geht der müde Mann, der noch die kleinen Dinge des Alltags erledigte, müde ins Bett. Liebe ihn!

Edit: 23:45 – 50 Uhr Höre nebenan lautstark weinendes kleines Kind. Lässt sich dann vom Mann beruhigen. Danke! Kann also nach 5 min weiterarbeiten.

Edit 2: Noch bis 0:15 gelernt, aber dann bin ich wirklich zu müde. Habe in der letzten halben Stunde schon nebenbei im Internet rumgeklickt. Duschen und ab ins Bett. Egal wie leise ich schleiche, die kleine Tochter wird immer wach, wenn Mama ins Bett kommt.  Also stillen wir noch mal und dann kuschelt sie sich gemütlich ein. Als mir fast die Augen zufallen, schreit sie gequält auf. Ein Alptraum? Mit Hand halten geht es schnell vorbei. Allerdings muss ich noch 5 Minuten länger halten, damit sie nicht gleich wieder wach wird. Zum Glück schläft sie hier und ich kann auch schon dösen.

1:06 Uhr: schlafen!

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Autor: Juristin

Juristin, Mutter, Ehefrau u.v.m.

4 Kommentare zu „Was machst du eigentlich den ganzen Tag – 5. Februar“

        1. Es ist zwar nicht zu spät, aber man kann auch nicht immer so viel bewegen. Das hat auch mit Glück zu tun. Wir hatten übrigens immer so einige in den 40ern dabei, es gibt keine Altersgrenze. Allerdings ist die Ausbildung lang und kann sehr frustrierend sein. Wenn man sich direkt politisch / gesellschaftlich engagiert, kann man mehr erreichen als der kleine Anwalt von nebenan.

          Gefällt 1 Person

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