Das Leben mit Kindern: Was muss ich eigentlich selbst tun? Und warum muss ich das eigentlich selbst tun? Teil 1

Einen Kuchen backen

Bei uns in der Stadt gibt es regelmäßig Kinderflohmärkte, also Flohmärkte, auf denen Eltern   Kindersachen verkaufen können. Auf dem Gelände des Jugendclubs neben unserem Kindergarten hängt bei den Ankündigungen zum nächsten Flohmarkt regelmäßig folgendes Schild:

Für jeden Standplatz ist eine Kuchenspende abzugeben. Bitte nur selbstgebackene Leckereien – bei gekauften Kuchen berechnen wir die Standgebühr von 3 (oder 5) Euro“

Einen Kuchen backen

 

Ganz ehrlich: Geht’s noch? Darf man dann eigentlich auch eine Kuchenmischung anrühren, oder soll man gleich das Getreide selbst ziehen und mahlen (bio!)?

Natürlich ist nicht die Kuchenspende hier das Problem. Der Kuchen wird verkauft und der Verein bekommt das Geld. Aber schon beim Begriff „Spende“ fragt man sich, warum wird der Zwang hier so nett verschleiert? Man MUSS doch schließlich einen Kuchen abgegeben. Und warum man dass nicht mit einer Geldzahlung ersetzen kann, ist auch klar. Weil es aufwendig ist, Kuchen zu backen / zu besorgen – und der Verein diese Arbeit natürlich nicht selbst übernehmen möchte.

Aber das ganze dann als Spende zu bezeichnen erscheint mit, als würde man damit nur gerne die verpflichteten Eltern ein wenig bauchpinseln. Und dann das Verbot gekauften Kuchens…. Schreibt mir gern in die Kommentare, was ihr davon haltet. Bei mir ruft das Schild jedenfalls bei jedem Mal ein inneres Kopfschütteln hervor: Selbstgebackene Leckereien – gekauft geht aber „gar nicht“.

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Autor: Juristin

Juristin, Mutter, Ehefrau u.v.m.

2 Kommentare zu „Das Leben mit Kindern: Was muss ich eigentlich selbst tun? Und warum muss ich das eigentlich selbst tun? Teil 1“

  1. Sowieso: dieser Selbstbackzwang. Der erhöht den Druck auf Eltern enorm und trägt dazu bei, dass Vereinbarkeit noch schwerer möglich wird… Nach einem 8-Stunden-Arbeitstag mal eben noch in die Küche stellen und Kuchen backen ist doch der helle Wahnsinn (es sei denn, man ist der Typ dazu, das entspannend zu finden). In einer arbeitsteiligen Gesellschaft finde ich es komplett angemessen, einen Kuchen zu kaufen, wenn ich durch meine Erwerbsarbeit im Büro an einer anderen Ecke produktiv bin.
    Das höt beim Kuchen ja auch gar nicht auf, vor allem als Mutter soll man ja eigentlich ALLES selber machen, damit man liebevoll rüberkommt, und so kommt man leider zu nix anderem mehr als Stillen, Trageelter sein, windelfrei praktizieren, Brei kochen, Outfits nähen, stricken… oah.

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