Wir versuchen, eine Putzhilfe zu bekommen…

Entscheidungsfindung

Nachdem der Mann und ich beide quasi Vollzeit arbeiten, haben wir beschlossen, uns wieder eine Putzhilfe zu suchen.

Nach der Geburt von der großen Tochter, die eines der Babys war, die eigentlich nie schlafen und zum Ausgleich dafür immer müde sind, wodurch ich als Mutter auch nie schlief und immer müde war, hatten wir wir einige Monate einen netten Studenten, der einmal die Woche für 2 Stunden kam. Das war echt toll! Nur dem Mann war zu teuer, denn er meinte, dass könne man (Mann?!) ja eigentlich auch selber machen und das Geld sparen.

Nun also der nächste Versuch. Wir wägen hin und her…

Von Haus aus her kennen wir das beide nicht, wobei meine Familie inzwischen auch eine Putzhilfe hat, während Mannes‘ Familie wohl nie im Leben auf die Idee käme.

Ich möchte eine, weil ich weiß, dass wir abends müde sind und dann mal die immer knappe Freizeit mit Filmen, lesen, Klavier spielen (oder doch mit Emails, Terminen und der Steuererklärung) verbringen wollen. Weil ich lieber in der Zeit mit den Kindern spiele, die sowieso schon etwas zu kurz kommen. Weil ich nachts schlafen und nicht putzen will.

20160201_163029Der Mann zögert noch. Schließlich könne man das nicht so wenige Geld sparen, wenn man selbst putzt, das ginge doch. (Ich weiß da schon, wer abends müder- und berechtigterweise nie Lust hat, nochmal „das Bad zu putzen“ oder das Diskutieren anfängt, dass feucht wischen in der Küche ja nun wirklich völlig übertrieben nicht schon wieder dran sei)

Andererseits, nur weil mal jemand kommt und durchwischt, heißt das ja nicht, dass nicht noch genug für uns zu tun bliebe. Schon das tägliche Kochen, die Wäsche, das Einkaufen, Bügeln, Betten machen, Küche aufräumen, Kinderzimmer aufräumen, Staub saugen…. Also, der Mann muss überzeugt werden. (Obwohl er das auch total angenehm fand damals.).

Schließlich kommen wir zu einer Entscheidung. Wie?

Ich fahre mit den Kindern eine Woche weg, und das Mann gesteht danach erschöpft, er sei ja zu „gar nichts“ gekommen. Nur dieser und jener Termin, dies und das erledigen, die Riesenliste, die er in den paar Tagen nach Feierabend erledigen wollte, steht noch zu drei Vierteln. Dann sieht er ein, dass es einfach zu wenig Zeit für alles gibt.

Es geht los….

Wir suchen eine Putzhilfe, die eine bestimmte Fremdsprache spricht, um gleich mal unsere Sprachmöglichkeiten zu erweitern und mehr Kontakt in der Sprache zu haben. Dabei stellen wir fest, dass 90 Prozent der Ausländer (im Putzbereich!) schwarz arbeiten. Natürlich hängt das auch damit zusammen, dass wir in einer Sparte suchen, die nicht 25 Euro pro Stunde kostet, sondern eher 15.

November

Putzhilfe Nr. 1, Empfehlung unserer Nachbarn in der näheren Umgebung. Wir fragen an. Ja, sie hat diese Woche keine Zeit, meldet sich dann. Wir fragen die Woche danach an. Keine Antwort. Wir fragen nochmal nach. Keine Antwort. Wir fragen die empfehlenden Nachbarn, die auch gleich dreimal bei uns angerufen hatten, ob wir schon ihre tolle Putzhilfe kontaktiert hätten. Joa, können die auch nichts zu sagen. Ok. 1. Versuch.

Dezember

Jemanden gefunden.

Putzhilfe Nr. 2 kommt für 2 Stunden. Alles super!

Eine Woche später: Putzhilfe Nr. 2 kommt für 2 Stunden. Alles super!

Weihnachten.

Januar

Anfang Januar: Putzhilfe Nr. 2 teilt ohne Angabe von Gründen mit, sie könne nicht mehr kommen.

Weitersuchen. Endlich jemand passendes finden (2h alle 14 Tage).

Putzhilfe 3 kommt für 2 Stunden. Alles Super.

Februar

Putzhilfe 3 kommt für 2 Stunden. Alles super.

2 Wochen später: Kommt nicht, Kind krank. Kann ja mal passieren.

Der Mann ärgert sich bereits, das nun nicht geputzt wird. *g* Hat sich also schon dran gewöhnt 😀 Mein Hinweis, dass wir dann diesen Monat Geld sparen, fällt schon gar nicht mehr so ins Gewicht. Dass statt „nicht geputzt“ wir putzen müssen, gefällt ihm noch weniger *lach*

Eine Woche später: Nachholtermin. Alles Prima.

März

2 Wochen später: Putzhilfe 3 liegt im Krankenhaus. Kann nicht mehr arbeiten.(Bandscheibe??).

Firma verspricht, jemand neues zu finden…

Schaun wir mal….

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Autor: Juristin

Juristin, Mutter, Ehefrau u.v.m.

3 Kommentare zu „Wir versuchen, eine Putzhilfe zu bekommen…“

  1. Kenn ich. Alles was du schreibst. Putzhilfe erleichtert das Leben ungemein. Man hat mehr Zeit für sich und für die Kinder. Es gibt auch weniger Streit. Das alles ist mir das Geld wert. Wir haben ein großes Haus. Da kann man locker mit den Grundarbeiten 5-6 Stunden die Woche verbringen, ohne Wäsche. Januar – April letztes Jahr Nr 1. War gerade gut drin, wollte dann verständlicherweise lieber im Drogerieladen arbeiten. Nr. 2 folgte. Langsam, oberflächlich, total unzuverlässig. Nach 3 Monaten habe ich sie entlassen. Seit Juli schon sind wir wieder ohne. Habe noch keine neue an Land gezogen. Wir bieten auch nur Minijob an. Das geht nicht mit jeder. Will unbedingt wieder Hilfe. Für uns ist das hier nicht machbar.

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke für deinen Kommentar! Ja, mir ist es das Geld auch wert. Und wenn ich dann wirklich Vollzeit außer Haus bin und nicht mal eben noch ne Wäsche anschmeiße etc. will ich auch jede Woche jemanden, vielleicht sogar noch länger. Im Moment macht(e) sie nur Bad und Küche und den Flur.

      Gefällt 1 Person

  2. Herrlich, Dein Hinweis, dass Ihr bei Nichterscheinen der Putzfrau doch Geld spart. Danke. Ich habe mich beim Lesen sehr amüsiert. Ja, wenn man dann irgendwann den Richtigen/die Richtige fürs Putzen gefunden hat, muss man sie wohl dringend festhalten und gut pflegen ;-).

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