Was machst du eigentlich den ganzen Tag? 5. Mai

Heute ist schon der 5. Mai. Wieder ein Monat vergangen. Heute fragt Frau Brüllen wieder „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ (WMDEDGT).

Die Nacht

Irgendwie… kann ich nicht einschlafen.

2 Uhr nochmal aufstehen, Computer …lese juristische Stellenanzeigen, hilft vielleicht bei der Motivation 😉 … (ja hilft tatsächlich)

3 Uhr einschlafen

Der Morgen

7 Uhr Die Kinder sind wach und alle vier kuscheln (nein, nicht ohne Geschwisterstreit) im großen Bett bzw.: der Mann schläft noch.

7:50 Uhr Aufstehen… der Mann darf ausschlafen. Es ist Vatertag.

Wir frühstücken.

Zum Glück haben wir Omabesuch. Oma übernimmt das Frühstückt mit der kleinen Tochter, die immer ewig isst. Ich lese ein bisschen Blogs und Zeitung…. herrlich. So eine OmaOpa Unterstützung wäre echt was für jeden Tag. Ein Verhältnis von 3 Erwachsenen und 2 Kindern ist toll.

8:30 – ca. 10 Uhr Freizeit, dazwischen: Kinder. Danach lassen sich die Kinder nicht mehr an Oma abschieben. Macht aber nichts, schließlich wollen wir raus.

Der Vormittag / Mittag

ca 11- 14 Uhr grillen und chillen im Garten. Der Mann hat noch kurz schlechte Laune, die dann verfliegt… Beide Kinder beschäftigen sich die ganze Zeit über allein *wow* endlich Sommerwetter, endlich mit Wasser spielen. Alle glücklich.

Der Nachmittag

14: 15 Uhr Ich bin zuhause und hänge 30 Minuten rum und esse was, bevor ich mich hinlege.

14:50 Schlaf nachholen, während der Rest die Oma zum Bus bringt.

15:17 Uhr die TrampelRasselbande ist wieder da. Ich bin gar nicht totmüde, nanu? Was ist los mit mir?

15:33 Uhr noch gemütlich im Bett kuscheln….

15:45 Uhr Der Mann ist müde und trinkt Kaffee. Er setzt sich, stellt die Tasse ab und die neben ihm sitzende kleine Tochter kippt ihm mit gekonnten Schwung den Inhalt ihres Wasserbechers in den Kaffee. Passt genau. Wir lachen alle.

Der Mann bettelt bittet um Schlaf. Ich gehe mit den Kindern raus, wir nehmen Straßenmalkreide mit. Die Kinder veranstalten ein Kreidenmassaker. Ich fluche über mein Handy und probiere mal alle Einstellungen aus, aber … nur unscharfe Fotos. Ausschließlich *grrr*

16:15 Uhr Mann wach, Kinderwindel voll, wir gehen rein. Der Mann bringt mal eben den Müll raus und ist gleich wieder da…. aus den erwarteten 30 Sekunden werden 5 Minuten. ??? Achso, da ist er wieder und hat das Auto ausgeräumt. Ich mache schwarzen Tee mit viel Zucker, und Essen, ziehe Kinderschuhe aus, animiere Kinder zum waschen und Kleidung wechseln… und habe

16:33 Uhr Schreibtischzeit: Email von Freundin: Examen nervt. Jo!

16:49 Uhr Zwanzig Minuten Zeit vertrödelt (nein, ich bin zu streng mit mir, 16 min!! :-D)

16:50 Uhr Oma anrufen!!! Vergesse ich sonst wieder (3 Wochen Monate lang *schäm*) Oma macht sich Gedanken übers Testament, Erbe etc … und fragt, wann wir mal wieder zu Besuch kommen…

17 Uhr jetzt aber die neue Akte

17:02 Uhr ….der neue Fall ist… aaaaarg bestimmt ganz gut zu lösen . Soll ich doch noch den anderen vorziehen, auf den ich grad keine Lust habe? Oder den anderen, auf den ich grad keine Lust habe *seufz* …. erstmal…. Tee trinken… Notizen für diesen Blogbeitrag …

17:15 Uhr Akte… die ganz neue. Nützt ja nix.

17:25 Uhr Beim Pilgern zum Drucker bemerke ich: Die große Tochter, die nach dem Kreidemassaker ein ihrer schönsten Kleider angezogen hat, tuscht gerade ohne Bastelschürze… kurzer Elternmonolog, kurzer Blick des Kindes nach unten, kurzer Blick von Mama nach unten, richtig, das Kleid ist schon zu bestimmt 30 qcm in mehreren Farben eingemalt, weil das Blattüber die Tischkante hängt, genaus dort, wo sie „dran“ sitzt. Gnmpf. „Das Kleid gefällt mir so trotzdem“ sagt sie entschuldigend. „Mir aber nicht“ kann ich mir nicht verkneifen.

Der Abend

17:56 Uhr Den vergessenen Rest kalten Tees wieder entdecken und austrinken wollen. Gerade als ich den ersten Schluck trinke, kommt die große Tochter vom Essen und berichtet mit drei neuen Flecken: „Weil das Kleid schon schmutzig war, hab ich jetzt auch noch draufgekleckert“

Ich: „…“

Wir stecken ihr Kleid gemeinsam in die Waschmaschine…

18 Uhr Weiter geht’s… mit dem kalten Teerest … ach nein, noch schnell einen neuen Blogpost lesen… ich wollte mich doch nicht ablenken lassen… *seufz*

18:05 Uhr Weiter mit dem Fall.

19 Uhr Hurra, Konzentration. Und der Fall ist vielleicht auch nur mittel“schlimm“. Nun aber fünf Minuten Pause.

Nach genau fünf Minuten:

Das Kleid ist gerade fertig, die Waschmaschine piept. Mal schauen. Flecken natürlich noch drin. Nochmal Fleckenmittel probieren. Danach der Mann: „Wo ist …?“ Danach das große Kind: „Maaaama, Maaaama“. Ok, gucke kurz. Ja, schöne Bastelei. Kind: „Kannst du mal kurz…?“ „Nein!“ „Doch!“ „Nein, frag Papa, ich arbeite jetzt noch 20 Minuten“. „Neeeein, du, ich frag Papa nicht“ heulheulheul *ommmm* Ich gehe ins Arbeitszimmer zurück. Merke: Gucke nie mal eben ins Kinderzimmer und ignoriere das Rufen. Der Mann telefoniert derweil in Ruhe und ordnet nebenbei in Ruhe CDs.

19:12 Uhr Na endlich, weiter zum Fall.

19:25 Ich höre Mann und Tochter sich kurz anmaulen. Wie immer geht es ums Aufräumen. Es nervt mich, dass in diesen „ich habs dir schon 5 mal gesagt“ Triggersituationen jedesmal die Empathie über Bord geht. Und wenn sie sich anmeckern, kann ich mich nicht mehr konzentrieren (sondern will mich dazwischenschmeißen). Im Bad weiteres Gemaule. So kann ich nicht arbeiten.

19:32 Kind kommt rein… Papa sagt, ich solle sie ins Bett bringen. Ja, das mache ich gleich. Ich hatte doch gesagt, ich hole sie in fünf Minuten ab. Zuhause arbeiten ist echt nichts Wahres. Konzentration also wieder weg unterbrochen. Ehe ich mich versehe, surfe ich kurz durch die wmdedgt Beiträge…

19:36 Uhr Nun lohnt es sich auch nicht mehr, was zu schreiben. Gehe zum großen Kind zum ins Bett bringen…

Wir waschen, cremen, schneiden Nägel … (macht der Papa das eigentlich auch jemals?) Ausschlag an beiden Unterarmen. Von der Straßenkreide? Damit hat sie sich komplett Gesicht, Arme und Beine eingemalt. Das Kleid ist fertig. Natürlich voller Flecken. Manno! Einfach hinüber *schnief*

20 Uhr Mama isst in Ruhe Abendessen und Kind darf zehn Minuten „Lauras Stern“ gucken und ist ganz fasziniert. Winwin.

Danach steht kurzes aufräumen an, denn zwei Minuten wirken schon Wunder. Das Kind motzt. „Du sollst aufräumen“. Nein, heute nicht.

Dann eine kurze Geschichte. Kuscheln. Kind singt mir gähnenderweise ein Lied. Wasser bringen. Will sie Papa noch gute Nacht sagen? „Nein, du sollst … ähm ….“

Neuer Anlauf von Neinsagerei: „Du sollst Papa sagen: (Name) wünscht ihm eine gute Nacht, viele liebe Grüße (Name).“ Sehr süß 😀

20:45 Uhr Ende. Das große Kind wünscht mir noch tausend gute Sachen. Ich bin aber müde und will jetzt raus. Das Kind will mich mit immer mehr guten Wünschen dabehalten. Heute nicht Schatz. Gute Nacht!

Die Grüße an Papa werden ausgerichtet. Dem Mann wird ein Bier gereicht (Vatertag und so ;), dann: Schokopudding für mich und das hier tippen und dann…

21:20 Uhr. Noch etwas an der Akte arbeiten. Die ist (noch?) gar nicht so schlimm. Aber: immer wenn man in Jura denkt „das lief doch ganz gut“ ist das Ergebnis fürchterlich. 😉

Akte bis 22:25 Uhr mit kurzer Küchenaufräumpause… (Vatertag und so 😉 Der Mann macht die Steuererklärung, sehr engagiert. Ich dachte er hat Lust auf Freizeit, aber er arbeitet mit, vom morgens bis abends. Sehr löblich. Man bekommt fast ein schlechtes Gewissen.

Jetzt: müde, noch den Artikel posten und dann… ab ins Bett. Der Mann motzt noch kurz rum, weil ich nicht aus dem Kopf weiß, wer wann wie wo was bezahlt hat und wo die Unterlagen dazu sind. Jaja… Und nun, ins Bett.

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Autor: Juristin

Juristin, Mutter, Ehefrau u.v.m.

2 Kommentare zu „Was machst du eigentlich den ganzen Tag? 5. Mai“

  1. Das liest sich nach einem schönen Alltag mit allem, was dazu gehört.
    Und ich bin beruhigt, dass nicht nur mir arbeiten zuhause schwer fällt – da ist ja nicht nur die eigene Prokrastination im Wege sondern auch die Ablenkung durch die Familie.

    Gefällt 1 Person

    1. Am besten man geht in ein Büro / Bibliothek. Aber dann hat man noch Fahrtzeit, die ich mir zeitlich eher nicht leisten kann oder will. Muss alles mitschleppen. Fahrtkosten. Und zuhause kann man auch „mal eben schnell eine Stunde“ was machen – wenn es klappt :-D. In der Bibliothek schreit oder niemand im Nebenzimmer. Aber grundsätzlich finde ich die Trennung von Arbeit und Zuhause ganz hilfreich, wenn man Kinder hat. Oder wenn der Partner erwartet, dass man in seiner Arbeitszeit den Haushalt macht 😉

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