Was machst du eigentlich den ganzen Tag? 5. Juni

Heute ist schon der 5. Juni. Wieder ein Monat vergangen. Heute fragt Frau Brüllen wieder „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ (WMDEDGT). Auf ihrer Seite könnt Ihr noch viele andere Beiträge lesen.

Heute war hier ein ganz normaler Familientag bzw. Mama-Kind-Tag, denn die große Tochter und der Papa sind mit mit Freunden beim Campen.

Die Nacht

Ups, schon ist es nach Mitternacht. Ich wollte doch früh ins Bett… *gähn* Aber plötzlich waren vier Stunden rum beim Fotos sortieren, Emails schreiben etc. Naja…

Gegen 4 Uhr heult es neben mir. Das kleine Kind klettert energisch ins Papas Bett und schläft dort gleich weiter. Wenn sichs dort besser schläft…

Der Morgen

7 Uhr: Kind wach, Mama müde… Wenn ein Kind wach ist, ist es WACH. Kennen wir alle 🙂 Die kleine Tochter will nicht, dass Mama noch weiterschläft, sie will aufstehen, das neue Buch anschauen und so weiter… Ich versuche es, aber meine Augen gehen beim Buch anschauen irgendwie immer wieder zu.

8:30 Uhr Wir haben uns tagbereit gemacht und dabei das Waschbecken-Zahnpasta-Massaker von gestern und die Spinne von heute ignoriert. Das Kind lässt sich mit Lego ablenken und ich prüfe kurz meine Emails.

8:35 Uhr Uhr Die kleine Tochter ruft „Komm! Komm! Komm!“ und kommt dann selbst hinein. Zeigt auf die spitze Schreibtischkante und läuft dann doch dagegen. Das Geschrei ist noch zu viel für meine Morgenohren. Wir gehen.

Wir holen Brötchen vom Bäcker. Auf dem Rückweg bin ich schon verschwitzt. Geschätzt 27 Grad auf der sonnigen Straße. Dann frühstücken wir gemütlich, machen dies und das, Wäsche, facebook und so weiter.

Der Vormittag / Mittag

10 Uhr Auf zum Wasserspielplatz. Die Sonne brennt, der Sand glüht unter den Füßen. Noch ist gar nicht so viel los… aber schön für uns. Das Wasser ist auch ganz interessant für die kleine Tochter, aber SCHAUKELN, ha, das ist der Knaller. (Wie schön, dass es auf jedem Spielplatz genau eine Babyschaukel gibt, an der dann alle Kleinkinder anstehen müssen). Ich versuche mich im Schatten des Schaukelgerüstes zu verstecken und glühe vor mich hin.

11:45 Uhr Wir sind wieder zuhause, es wurde einfach zu heiß. Mittagessen, Brötchen. Ich baue noch eine Fruchtfliegenfalle, mit dem guten Aceto Balsamico. Dabei entdecke ich den Himbeeressig im Schrank. Wann habe ich eigentlich das letzt Mal Salat gemacht? Ich liebe Salat, aber im Moment… keine Zeit für das Geschnippel…

Es wird 12:30 Uhr, ehe wir ins Bett kommen. Kind schläft. Ich auch. Bin gerade so eingeschlafen, da klingelt das Telefon. ****!!!! Habe vergessen, den Ton auszuschalten. Neeeeeeein, ob ich jetzt wieder einschlafen kann? Nicht aufregen, Puls runter, sonst klappt es auf keinen Fall. Aaaaaarg! Ich habe doch nur noch eine Stunde! … Irgendwann schlafe ich dann zum Glück doch ein, während es draußen vor sich hin gewittert.

Der Nachmittag

14:30 Uhr Kind ist wach. Ich bin müde. Kind ist aber gnädig, ich darf noch zehn Minuten die Augen schließen und die kleine Tochter guckt sich ihr Buch schon mal allein an. Nach dem Wickeln schauen wir uns noch einmal gemeinsam „Die kleine Ente“ und „Die kleine Katze“ an. Besonders fasziniert ist sie vom Kaninchen im Stall und versucht immerzu, das Drahtgitter für das Kaninchen zu öffnen 🙂

15 Uhr Vesper. Die Laune beim Essen ist la la, aber die kleine Nudel ist ja auch noch etwas kränkelnd.

15:15 Uhr Zwei müde Krieger kehren nach Hause zurück. Die große Tochter voller Mückenstiche, die riesig angeschwollen sind. Der Mann ohne einen einzigen! Beide ruhen sich erst einmal kurz aus, während die kleine Tochter immer noch etwas herumjammert. Dann packt der Mann das Auto aus und wir malen. Die große Tochter erzählt vom baden, Lagerfeuer, Kaninchen, die kleine Tochter hat nur halbgare Laune, langsam finde ich das etwas anstrengend. Ich werfe eine weitere Maschine Wäsche an und trinke dann am Maltisch einen schön süßen starken schwarzen Tee.

17 Uhr Schreibtischzeit. Der Mann hat die Kinder mitgenommen und geht auf den Spielplatz und Pizza holen. Die Fußknöchel der großen sind von Mückenstichen so angeschwollen, dass sie kaum in ihre Sommerschuhe passt! Arme Maus!

Ich blogge etwas, dann mache ich Schreibtischkram. Draußen beginnt es zu regnen. Hm… kein Spielplatzwetter. Danach kann ich das Kabel für den Fotoapparat nicht finden. Endlich mal ungestört Zeit dafür und dann das! Dann mache ich eben anderes…

Der Abend

Gegen 18 Uhr kehren sie zurück und bringen Pizza mit 🙂 und erzählen vom Wochenende. Die große Tochter weint fast wegen der Mückenstiche und fühlt sich so warm an…. ?

Heute am Wochenende lassen wir es langsam angehen… erzählen, jedes Kind baden… einzeln bitte, damit es nicht Mord und Totschlag gibt…. bitte mehr Wasser als die kleine Schwester, Mama …. hier, ich habe den Schwimmring mitgebracht…

Der Mann bringt die kleine Tochter ins Bett und ich sitze bei der badenden großen. Sie jammert sehr. Armes Mädchen. Meine Laune ist heute Abend leider nur semi, ich bin etwas angestrengt, die Hitze, die Jammerei, die Sturheit Ideen der Kinder – die sich total in Maßen halten, aber heute Abend kommt alles zusammen – ich bemühe mich aber sehr, mich zusammenzureißen. Die große tut mir auch sehr leid und sie darf auch „scheiß Mücken!“ sagen, aus voller Seele Zustimmung!

Dann bringe ich die große Tochter ins Bett. Sie jammert und zittert und leidet… Ich desinfiziere die Stiche mal. Morgen gehen wir zum Kinderarzt… denke ich. Die Stiche sehen übel aus. Und sie ist so warm…lieber mal Fieber messen…. fast 39 Grad!

Gegen 20:30 Uhr rufe ich die Ärzte Hotline an. Und wir machen, was man uns rät:

20:35 Uhr: Mann und Kind fahren in die Kinderrettungsstelle und lassen lieber mal nachschauen, ob sie nicht allergisch reagiert…. Ja, sie habe sich vorhin schon auch nur tragen lassen wollen, meint der Mann, als ich ihm vom Telefonat berichte.

Mein armes großes Mädchen. Sie will weinen, ich besteche sie mit Gummibärchen, und der Mann trägt sie zum Auto, wo sie in die Nacht entschwinden. Gut, dass die kleine gerade vorher eingeschlafen ist.

21:05 Uhr Ach, ist das still hier…. (wenn man vom kleinen Mädchen absieht, dass sie nebenan jammernd und wohl schwitzend im Bett hin und her wälzt, nach fünf Minuten kehrt wieder Ruhe ein)

21:10 Uhr Anruf vom Mann. Er ist genervt. Vom Mückenstichen kriegt man kein Fieber, so die Auskunft der Anmeldung. Er will nicht wieder vier Stunden verwarten, bevor ein Arzt gesehen ward… und die Ärzte der Hotline würden einem ja immer nur raten, ins KKH zu gehen, um sich zu entlasten… Ich rufe bei der nächsten anderen Stelle an und frage mal nach, ob sie auch zum Arztbesuch zu- oder abraten würden. Sie sind dort auch genervt und fragen, warum wir nicht einfach dort zum Arzt reingehen, wo wir sind. (Hach, ich liebe das ja… egal was man macht…. ) Es wird geraten, zum Arzt reinzugehen und es zu zeigen, bringe ich dann in Erfahrung und teile dies dem Mann mit, der nicht begeistert von der Aussicht ist, seine Zeit mit abwarten zu verbringen. Ja, kann ich ja nun auch nichts dafür. Und bei wem lade ich nun meinen Launen ab, die alle bei mir abgeladen haben?

23 Uhr Küche aufgeräumt (huch, so wenig??? Ach ja, Pizza in Schachteln …) und unmotiviert rumgehangen. Lernen geht jetzt jedenfalls nicht. Telefonat mit dem Mann, sie waren dran und kommen bald nach Hause, Kind darf morgen wohl auch zum Kindergarten, wenn das Fieber dann weg ist …. da glaube ich aber erst dran, wenn ich es sehe *hehe* Jetzt noch unter die Dusche springen und ab ins Bett.

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Autor: Juristin

Juristin, Mutter, Ehefrau u.v.m.

2 Kommentare zu „Was machst du eigentlich den ganzen Tag? 5. Juni“

  1. Du hast Glück, dass Dein Mann so viel hilft. Hut ab.
    Das Glück hatte ich leider nicht, aber sehr viele ähnliche Situationen. Nach 10 Jahren fühlte ich mich, als hätte ich ein viertel meines Lebens ohne Schlaf verbracht…. Schön zu lesen, dass es auch anders geht, auch wenn es trotzdem anstrengend ist. Immerhin geteilt!

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Marita, danke für deinen Kommentar 🙂
      Du hast Recht, er macht wirklich viel. Aber nicht -soviel sei verraten – ohne regelmäßig darüber zu jammern, dass er sooo viel macht – aber das ist teilweise auch mE seinen in gewissen Bereichen hohen Ansprüchen geschuldet. Aber weigert sich zum Beispiel regelmäßig, die Bettwäsche bügeln zu lassen (von einem Bügeldienst oder so). Trotzdem ist das, was bei uns keiner von beiden macht, wahrscheinlich noch der größte Berg. Aber wir sind trotzdem beide jeweils den ganzen Tag beschäftigt 🙂

      Ich hoffe, es geht dir wieder besser!! Extremen Schlafmangel hatte ich auch etwa 1,5 Jahre…. sehr furchtbar!

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