Was machst du eigentlich den ganzen Tag? – 5. November

So schnell sind zwei Monate um. Der 5. Oktober liegt zwar irgendwo im Datenspeicher herum… aber kurz gesagt war ich mit Gesundheitsunterlagen, Anträgen und einer Schulbesichtigung beschäftigt, dann war der Tag um und die Kinder hatten doch tatsächlich keine Lust, uns müde Eltern ins Bett zu bringen 😉

Heute ist der 5. November.  Frau Brüllen fragte wieder „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ (WMDEDGT). Auf ihrer Seite könnt Ihr noch viele andere Beiträge lesen.

Es ist schon wieder ein kompletter Nicht-Jura Tag, zum 2. Mal in Folge. Ungeplant, aber eingesehen, dass anderes vorgeht. Spektakulär war der Tag nicht. Eher ein „solche Tage gibt es auch“.

Die Nacht

*chchchchchrrrr*

Da ich gestern völlig platt mit der kleinen T. eingeschlafen bin, habe ich nachts um zwei eine Runde „wach sein“ eingelegt und Nasenspray nachgelegt, um dann friedlich weiterzuschlafen.

Der Morgen

Kurz nach 7

„Mama, aufstehen!!“

Nein, Mama ist krank und will schlafen. Nach ein paar Verhandlungen – Frühstück gegen weiterschlafen – lassen die nun satten Kinder mich ganz lieb im Bett liegen und beschäftigen sich allein. Sehr sehr schön.

Der Vormittag

Gegen 10 Uhr steht der Mann auf und wird belagert. Er war gestern abend aus und ist nun immerhin etwas ausgeschlafen. Ich liege platt und krank im Bett. Irgendwann räumen wir noch etwas auf, und dann macht er Mittag. Ich suche festliche Sachen für morgen heraus. Schaue im Briefkasten, ob endlich mal einer unserer Anträge bearbeitet wurde…. nein, ist ja erst einen Monat her! Zwischendurch spiele ich eine Runde „Pferd“ mit der großen T. Dann ist

gegen 12:45 Uhr (Mittag)

das Mittag fertig und danach

gehen der Mann und die kleine T. ins Bett. (Zitat: „nicht müde! nicht schlafen gehen!“)

Der Nachmittag

ca. 13:30 Uhr schauen große T. und ich zwei Folgen von „Lauras Stern“. Dann schiebe ich sie ins Kinderzimmer ab, weil ich wegen Halsschmerzen nicht permanent unterhalten will. Auch nicht nur ganz kurz. Hänge sinnlos herum und genieße die Stille. Hach, Stille ist was tolles!

15 Uhr

tapp tapp tapp… kleine T. im Flur, Papa ist noch am Aufwachen… das wird dann von den Kindern schnell beschleunigt.

ca. 16 Uhr

Alle gehen raus, einkaufen, Mann mault ein klitze kleines bisschen, dass ich nicht mitkomme (verständlich). Ich schwanke dann doch ein bisschen, besschließe aber, die Gunst der Stunde zu nutzen, die Faulheit zu überwinden und die seit … ? Monaten herum liegende Klediung zu reparieren…. Nadel und Faden stehen praktischerweise auch schon seit Monaten herum und wurden nicht wieder aufgeräumt.

16:45 Uhr

Da sind sie wieder, völlig durchnässt. Zum Glück sind Schneeanzüge wasserdicht. Der Mann hat passenderweise eine (wasserdichte!) Skihose gekauft und kann nun die ewigen Kinderfragen „Warum hast du keine Regenhose? Warum hast du keine Schneehose??“) endlich beantworten.

Danach: Kinder spielen, streiten, spielen, streiten, spielen, Mann spielt Klavier, Mama näht (eine löchrige Leggins, ein löchriger Pullover, ein überall aufgerissenes Kostüm, ein Handtuch…. )

17: 45 Uhr

Abendessen wird vorbereitet. Mjam, Toast Hawaii 🙂 Nebenbei mal schauen, was heute im Fernsehen kommt… könnte einer der seltenen Fernseh-abende werden.

Der Abend

18:30 Uhr

Nach Quatsch mit Papa gehen die Kinder in die Wanne, nacheinander, damit sie beide Spaß haben.

Große T.  will sich unterhalten, mir auf der Gitarre was vorspielen, aber ich mag jetzt nicht … bin krank, will Ruhe. Sie spielt den anderen im Bad was vor. Und dann mir auf dem Klavier.

Danach will große T. auch nähen, Vorbildwirkung und so… Erst denke ich „och nöö, anstrengend, aufstehen? Was überlegen?“ Aber eigentlich freue ichmich, weil ich handwerklicher Fähigkeiten per se gut finde. Wir suchen also etwas für sie

Danach suchen wir was altes für sie raus und nähen gemeinsam, bis sie in die Wanne geht.

19:10 Badewasser einlassen für große T., Papa und kleine T. sagen „Gute Nacht“

Große T. geht baden. Am liebsten läge ich einfach im Bett ohne jeglichen Kinderkontakt.  Ich wühle mich ein bisschen in Selbstmitleid, will nur Ruhe, Ruhe, Ruhe (und nicht reden). Heute scheints aber immerhin schon ein bisschen besser zu gehen als gestern. Große T. will Meerjungfrau spielen, ich blocke ab. Ich blocke heute alles ab, bin eine grummelige Mama, aber beide Kinder gehen mit freundlicher Leichtigkeit darüber hinweg, die Lieben.

Baden, cremen, Nägel schneiden, medizinische Dokumentation, Haare trocknen…. „Mama, ich bin noch gar nicht müde“…. gähnte sie. Ich lache.

20:20 Uhr Licht aus.

„Mama, machst du mir noch das Hörspiel an? Ohne bin ich so einsam, da möchte ich gleich zu Euch ins Bett…“ Ja, da schläft sie jetzt auch wieder öfter, und will gleich zu uns umziehen samt Bett…. wenn ich wieder gesund bin.

20:25 Uhr

Mann kommt, will wichtige Arbeiten machen und versteht offensichtlich keinen Spaß. Beleidigt wieder raus… drüber reden will er auch nicht *yeah* Na dann halt nicht. Ärgern tut es mich wie immer doch. Gemeinsamer Fernsehabend adé, stattdessen besprechen wir „zu erledigende Dinge des Alltags“ und dann spielt er Klavier und ich nerve mich selbst an…. Schaue alleine mal in den Film, aber habe dann auch keine Lust mehr drauf.

Gegen 23 Uhr

Haare waschen, duschen, ab ins Bett. Gute Nacht!

 

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Autor: Juristin

Juristin, Mutter, Ehefrau u.v.m.

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