Ich bin… ich kann… ich weiß….

Seit dem Beginn des Referendariats beschäfte ich mich hin und wieder, wenn neue Erfahrungen und Erlebnisse dazukommen, mit dem Thema Beruf und Bewerbung.

Heute ist mal wieder so ein Tag, denn so langsam rückt das Ende des Referendariats doch – zumindest gefühlt – nah und näher. Ich denk heute über „Meine Stärken“ nach, denn in kommenden Bewerbungsgesprächen sollte ich die doch klar, frei und flüssig rüberbringen können. Wieso habe ich dann das Gefühl, da tut noch viel Arbeit Not? Warum kann ich das jetzt nur so halbüberzeugend, mit Nachdenken? Ist das ein Frauending? Oder müssen wir uns einfach nicht ständig unseren Wert beweisen, wenn wir nicht gerade in einer anstrengenden Bewerbungsphase sind?

Diese Woche hat die große T. mal wieder zwei Freundebücher mitgebracht. „Was kann ich besonders gut“ steht da oft drin. Und die große T. guckt mich dann fragend mit großen Augen an und zuckt mit den Schultern, bevor ihr vielleicht „malen“ einfällt.

Ich finde das völlig in Ordnung. Wieso sollte sie sich auf den Punkt argumentativ selbst zur Schau stellen und andere von sich überzeugen können (müssen)? Ihr reicht es, jeden Tag Spaß zu haben, neues zu erleben und mit der Familie und Freunden zusammen zu sein.

Da eine Beziehungsanbahnung im Jobangebot aber leider nicht mehr über „Darf ich mitspielen?“ läuft, muss ich wohl doch ein paar Sachen überlegen, die ich dann parat habe.

Da ich auch nicht mehr 20 bin, sollte es wohl etwas geben. Ob das dem Personlachef dann zusagt, weiß man nicht. *lach* Oder ob es einfach ein paar besser passende Bewerber gibt.

Aber zumindest fällt mir nach etwas Aufwärmzeit doch einiges ein, danach immer mehr.

Hier eine kleine Auswahl.

Ich bin…

… intelligent (ich kann komplexe Probleme erkennen, untersuchen, verstehen, überzeugend lösen)

… kompetent (ich verfüge über gutes Fachwissen)

… zielsicher (ich kann Ziele definieren, strukturiert umsetzen und erreichen)

Ich kann…

… auf verschiedene Arten von Menschen eingehen.

… fach- und prozessübergreifend Zusammenhänge erkennen und Wissen verknüpfen.

…selbständig arbeiten.

Wie ist das bei Euch? Was ist Eure beste „Bewerbungs-Eigenschaft“? Womit habt ihr Euren Arbeitgeber damals überzeugt? Mit mehr als nur Noten? Schreibt mir in die Kommentare… auch dann, wenn Ihr Euch gerade nicht bewerben wollt.

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Autor: Juristin

Juristin, Mutter, Ehefrau u.v.m.

4 Kommentare zu „Ich bin… ich kann… ich weiß….“

  1. Ich kam tatsächlich mit: „Dir sind meine zweite Wahl.“ durch. Wir unterhielten uns lange über meine bevorzugte Wahl, und zum Abschied meinte man: „Wir drücken Ihnen die Daumen, dass es mit Ihrer ersten Wahl klappt, aber falls nicht, freuen wir uns, dass Sie hier anfangen!“ Ja, und da bin ich dann gelandet… Vielleicht war hier Authentizität meine Stärke?

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  2. Hallo, ich habe mich jedes Mal tatsächlich vorher coachen lassen. Die Vorbereitung auf schwierige Fragen zu meinen Stärken, Schwächen etc. und auch damit verbunden die Beschäftigung mit der konkreten Stellenausschreibung haben mir geholfen, mich im Gespräch sicherer zu fühlen. Ich habe die jeweilige Stelle dann auch trotz meiner weniger traumhaften Noten auch jedes Mal bekommen (insgesamt dreimal). Ich glaube das lag zum einen daran, dass die Stellen vom Profil her gut zu mir passten, aber ganz sicher auch daran, dass ich wusste, was ich sagen wollte, dass ich mich gut vorbereitet fühlte und dass ich deshalb offen, fröhlich und direkt sein konnte. Lieben Gruß, Martamam

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