djb – „Sexismus in der juristischen Ausbildung“

Kurz gestreift habe ich dieses Thema schon eimal hier

Aber etwas umfassender könnt Ihr Euch beim djb (bereits einmal hier vorgestellt) informieren.

Wusstet Ihr, dass Studentinnen im ersten Staatsexamen im Durchschnitt um 0,3 Punkte schlechter bewertet werden als ihre studentischen Kollegen der gleichen Universität, wenn man als Vergleichsgruppe Studentinnen und Studenten heranzieht, die im Abitur und in den Probeexamensklausuren die gleiche Punktzahl erreichten? Insgesamt schneiden Jurastudentinnen im Examen ca. 0,7 Punkte schlechter ab als Männer.

Eine aktuelle Zusammenstellung des djb findet Ihr hier:  https://www.djb.de/JungeJuristinnen/Sexismus%20in%20der%20juristischen%20Ausbildung/

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Autor: Juristin

Juristin, Mutter, Ehefrau u.v.m.

5 Kommentare zu „djb – „Sexismus in der juristischen Ausbildung““

  1. Die Studie ist doch sinnlos, weil sie Äpfel mit Birnen vergleicht.
    Da werden Schulnoten mit juristischen Noten verglichen ohne zu berücksichtigen, dass ganz unterschiedliche Fähigkeiten abgefragt werden. Ihre 1 in Englisch, Französisch und Kunst sagt eben wenig darüber aus, wie gut sie in Jura ist

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      1. Aber es wurde ja keine Auswertung des Inhalts vorgenommen. Es wurde lediglich ermittelt, dass Frauen dort schlechter abschnitten. Das kann an tausenden von Faktoren liegen, die kein Sexismus sind.

        Sprich: Der Kausalitätsnachweis für „diskriminierung“ liegt schlicht nicht vor.

        Es heißt in der Studie auch, dass die „lerneffekte“ bei Männern deutlich höher sind. Gerade das spricht eher gegen einen Sexismus, denn der Korrigierende wird den kaum für einzelne kontinuierlich höher schrauben nur weil es ein Mann ist.

        vielleicht lernen männliche Studenten mehr oder effektiver.

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        1. Insgesamt wurde auch ermittelt, dasss bei gleichen (Examens-)Vornoten (was für einen gleichen Kenntnisstand auch inhaltlich etwas aussagt) Frauen in der mündlichen Prüfung signifikant schlechter bewertet werden als ihre gleichviel wissenden Kollegen. Die Lernbetrachtung war da ein ganz anderer Aspekt.

          „Mit anderen Worten:
          Wenn man nach den in unserem Datensatz vorhandenen Variablen zwei „statistische
          Zwillinge“ vergleicht, die sich nur im Geschlecht unterscheiden, ansonsten aber die
          gleiche Abiturnote mitbringen, gleich alt sind, an derselben Uni studiert haben, die-
          selben Klausuren schreiben und gleichen Vornoten erzielt haben, die sich also ledig-
          lich in ihrem Geschlecht unterscheiden, so wird eine weibliche Kandidatin dennoch
          schlechter benotet als ein männlicher Kandidat“

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        2. @juristin

          Das kann ja auch daran liegen, dass die Frauen mündlich schlechter aufgetreten sind oder die Prüfungsbedingungen für sie beim schriftlichen günstiger sind (weil man da eben mehr Zeit hat zu überlegen und Nervösität besser auffangen kann).

          Bei dem Vergleich mit den Examensnoten konnten sie nur keine „zwillinge“ erstellen, weil sie nur die Durchschnittsnoten hatten oder nicht? Ansonsten hätten sie auch umfassend bewerten müssen, inwieweit die jeweiligen Schulnoten nach Fach einen Anteil haben oder insoweit unterschiedliche Fähigkeiten vorhanden sind, die sich nicht eins zu eins ins Jurastudium übertragen lassen.

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