Das 2. Probeexamen

Genauso wie im 1. war der Stress auch im 2. Probeexamen deutlich spürbar. Es ist einfach anstrengend, so viele Klausuren hintereinander in „Hochspannung“ zu schreiben. Blöd lag auch der einzig verfügbare Termin des Wochenendcrashkurses mittendrin *ächz*, und dazu der Kindergeburtstag.

Aber auch ohne diese Extra-Belastung ist so ein Examen stressig. Die Zeit rennt und man bemüht sich alles NOCH SCHNELL auf’s Papier zu bringen. Am letzten Tag war ich völlig fertig und saß wie in Watte in der Klausur. Aber damit war ich nicht allein. Manche haben auch nur ein (fast) leeres Blatt abgegeben.

Wie im ersten Probeexamen hatte der Stress wieder körperliche Auswirkungen, diesmal – Ihr habt es schon erraten – Handgelenksüberlastung und Sehnenscheidenentzündung. Hurra! Auf den letzten Metern! Jetzt doch noch ein „echter“ Jura-Examenskandidat.

Denn damit ist man natürlich wieder nicht allein. Nein, ist ist vielmehr die einizige Erkrankung, die einen eigenen Absatz in der Prüfungsordnung hat. Oder zumindest in den offiziellen Hinweisen des Prüfungsamtes.

Also ab zum Arzt. Nichts lieber als das, kurz vor dem Examen, drei Stunden mit Grippe und Keuchhusten in einem Wartezimmer. Noch mal Hurra!

Die nette Ärztin aber hat mich tatsächlich ernst genommen und obige Bandage verschrieben sowie eine Überweisung in eine orthopädische Praxis. Und daneben sprach sie das Thema „Mutter-Kind-Kur“ an. Sehr nett. Nein, dafür müsse man nicht sehr krank sein, denn es handelt sich um eine präventive, gesundheitserhaltende Maßnahme. Wer richtig krank ist, gehört in die Reha. Das bleibt nur die Frage: Wann? Wann ist das kleine Kind so groß, dass es in der Kurbetreuung bei Fremden bleiben kann? Vor den mündlichen Prüfungen fahren? Nein! Danach? Schulanfang! Danach? Schulanfangsphase – alle lernen sich kennen etc. Danach? Lernen für den Verbesserungsversuch? Mal schauen…. Ihr kennt das – wenn man gestresst ist, hat man keine Zeit sich zu erholen 😉

Mit dem Ergebnis des Probeexamens mit 8,x Punkten bin ich allerdings wirklich zufrieden. Wenns im Examen auch so liefe, wäre alles super. Wird es nur nicht. Das sagen die Ergebnislisten, die man sich ansehen kann. Da ist man mit 8,x ganz ganz oben, Durchschnitt: 5 Punkte. Viele auch drunter. Wir werden sehen.

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Autor: Juristin

Juristin, Mutter, Ehefrau u.v.m.

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