Männer in Teilzeit III

Heute mal wieder Blicke über den Mainstream-Tellerrand zum Vater in Teilzeit, lead parents und zu den Männern hinter Spitzenpolitikerinnen.

Willst du eine Alphafrau werden, suche dir keinen Alphamann, rät die amerikanische Facebook-Managerin Sheryl Sandberg jungen Frauen: „Ihr werdet nie wieder einen Mann so sexy finden wie den, der die Windeln eurer Kinder wechselt.“ Heide Simonis, einst erste Ministerpräsidentin Deutschlands und wie von der Leyen und Merkel mit einem Professor verheiratet – dem Klimaforscher Udo Simonis –, hält dagegen: „Wenn der Mann nicht eine ähnlich anregende Arbeit hat, überlebt eine Politikerinnen-Ehe keine vier Wochen.“

Ursula von der Leyen sagt: „Wir Frauen sollten Männern nicht die Rolle wünschen, die wir selber gerade hinter uns lassen. Was wir brauchen, sind nicht Hausmänner, sondern Beziehungen auf Augenhöhe.“

Aus: Die Zeit: „First Husbands“

Zehn Stunden nach dem Abflug in Washington sitzt Moravcsik in einem belgischen Taxi, das durch Schneeregen fährt, und lacht. „Fifty-fifty funktioniert oft nicht“, sagt er. Selbst wenn man privilegiert sei, wie sie: mit einer fest angestellten Haushälterin, flexiblen Arbeitszeiten, zwei hohen Einkommen. Sie hatten es sich damals, vor der Geburt ihres ersten Sohnes, in die Hand versprochen. Aber dann, er holt Luft, sei die Dynamik nicht aufzuhalten gewesen: Hat einer von beiden erst einmal einen dicken Job, folgt bald der noch dickere. Und natürlich sei in einer Ehe oft auch einer ehrgeiziger als der andere.

Aus: Die Zeit: Daddy Uncool

Ich liebe meine Kinder vom Büro aus – wo sind meine Kekse? — JOCHEN KÖNIG

In der Daddylicious-Stern.de-Kolumne beschwert sich Mark Bourichter über den Medienhype um „Super-Papas“. „Ich kann es nicht mehr hören“, schreibt er. Anders als ich kritisiert er jedoch nicht, dass sich Väter für ihre minimalen Leistungen feiern lassen. Er kritisiert auch nicht, dass Väter für etwas gelobt werden, was bei Müttern als selbstverständlich angesehen wird. Er kritisiert…

über Ich liebe meine Kinder vom Büro aus – wo sind meine Kekse? — JOCHEN KÖNIG

 

Mich würde ja wirklich mal interessieren, wie das Verhältnis von Väterelternzeit zu Mütterelternzeit und dem Anteil der Fürsorgearbeitszeit vs. Job-Arbeitszeit speziell Juristenkreisen ist. Und ob es einen Unterschied macht, ob die Mutter oder der Vater die oder der Jurist/in in der Familie ist. Wie ist das denn bei Euch so?

Ich bewundere, wie du das alles schaffst…

… sagte der Mann diese Woche, als er wegen Krankheit komplett ausfiel. Und das am Ende der Woche, als ich fast beschämt feststellen musste, wieviel er sonst verantwortet zuhause. Ich musste mich quasi Vollzeit um die Kinder kümmern, (dazwischen etwas lernen), und war doch tatsächlich überrascht, wie anstrengend das war. Sonst habe ich abends noch ein, zwei Stunden. Nach zwei Tagen ohne ihn war ich abends so fertig, dass ich am liebsten gleichzeitig mit den Kindern ins Bett gegangen wäre. Nach fünf Tagen hatte ich nicht mehr so berauschende Laune, war nicht mehr großartig geduldig und habe mich nicht mehr so wirklich auf die Tage gefreut, sondern nur daran gedacht „wann wird der Mann wieder gesund sein?“ Weiterlesen „Ich bewundere, wie du das alles schaffst…“

Videos: Sind putzende Männer der neue Sex in der Werbung?

Netzfund: Alexandra Klöckner zeigt euch zwei Werbevideos für Putz/Waschmittel. Bitte gemeinsam mit dem Mann an eurer Seite anschauen 😉

NICHTS NEUES

Hilfe, die Männerwelt hat den Haushalt für sich entdeckt! Oder? Üblicherweise sehen Werbespots für Wasch- und Putzmittel immer gleich aus. Zuerst werden uns im Garten tobende Kinder gezeigt und dann die Mutter, die die dreckigen Kleidungsstücke in die Waschmaschine steckt. Damit uns das jedoch nicht zu langweilig wird, gibt es noch eine andere Variante. Bei dieser spielt nicht etwa eine Hausfrau die Hauptrolle, sondern DER Fachmann schlechthin: Ein (wissenschaftlicher?!) Experte erläutert die geniale Wirkungsweise des sensationellen Putzmittels – also, womit und wie frau am besten wischen kann.

Was aber, wenn plötzlich ganz andere Werbespots auftauchen, die zumindest auf den ersten Blick gar nicht in diese Schemata passen? Richtig, wir Zuschauer stutzen und schauen genauer hin. Ist das Filmchen gut gemacht, gefällt es uns womöglich sogar. Mir ging es kürzlich so, als die Redaktion der Sendung FrauTV auf ihrer Facebook-Seite einen indischen Werbespot für ein hierzulande bekanntes Waschpulver postete. Schaut Ihn Euch…

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Sexy Väter

Der Mann konnte gestern einen Termin beim Kinderarzt ergattern. Hurra!! So waren Mann und Kind in einer halben Stunde fertig und wieder hier. Und konnten die restliche Stunde zum ausgiebigen Spielen nutzen. Damit konnte das schlechte Gewissen auch gleich in der Versenkung verschwinden (ach, könnte der Mann bloß immer zuhause sein *g*) Leider wurde festgestellt, dass das Kind mindestens eine Woche zuhause bleiben müsse. D.h. frühestens nächsten Mittwoch wieder in den Kindergarten gehen soll. Arg. (und wann sollen wir arbeiten?)

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Jede emanzipierte Frau braucht einen emanzipierten Mann

Gerade hat Mara in ihrem Blog über über Emanzipation geschrieben („Warum ich mich und die meisten Frauen, die ich kenne, für total unemanzipiert halte …“)

Dabei betitelte sie sogleich ihr Befürchtung, ihre Follower zu verlieren, wenn sie Frauen als unemanzipiert beschreibt. Denn heutzutage ist unemanzipiert keine Zustandsbeschreibung, sondern ein Schimpfwort, oder? Selbst wenn frau in der gleichen Rolle lebt wie vor 100 Jahren, als unemazipiert will keine gelten.

Der Grundgedanke der Emanzipation ist ja, selbstbestimmt(er) zu leben. Und ja, sollten wir das nicht alle? Nicht in einer Märtyrer-Rolle verharren, sondern aktiv unser Leben so gestalten, dass wir uns darin wohlfühlen? Weiterlesen „Jede emanzipierte Frau braucht einen emanzipierten Mann“

Nichts geht…

So, weitere 10 Tage später…. wir hatten alle MD – Infekte, natürlich nacheinander, und ab gestern sind die Kinder wieder stark erkältet, sowie unser Übernachtungsgast. Der Mann hat sich beschwert, dass er nicht ständig Urlaub nehmen will – er muss einen Urlaub bis Ende Januar genommen haben und nimmt nun halbe Tage – , damit ich auch lernen kann, denn 1. macht ihm seine Arbeit großen Spaß und zweitens hätte er ein wichtiges Projekt …. Achso. Komisch, als die Kinder das letzte mal krankgeschrieben waren, gab’s auch gerade ein wichtiges Projekt. Und das Mal davor auch. Nicht, dass es sich um eine Ausrede handelt, aber vielleicht ist das eher die Regel als die Ausnahme, dass man auf Arbeit zu tun hat *ironieoff*

Heute zum Rep an Januar angemeldet.

So, nach drei Unterbrechungen beende ich das Posting mal an dieser Stelle.