Woran man Jurastudenten erkennt…

Eine kleine Sammlung abseits von Perlenketten und Segelschuhen.

schönfeldersartorius

  • Der Schönfelder (wahlweise: Der Sartorius): – Rückenschmerzen auslösende dicke Gesetzessammlung im handlichen Klotz Taschenformat. Es handelt sich um eine Loseblattsammlung, die man also schöööööööön einfach aktuell halten kann, da die Gesetze sich ständig in Teilen ändern (z.B: die aktuellen Zinssätze im BGB). Alle paar Wochen kommen also schweineteure Einzelblättchen in den Handel, die eine Seitendicke haben, bei der die Blätter transparent sind und man sich wundert, dass man den Text der aufgeschlagenen Seite und der dahinterliegenden noch auseinanderhalten kann. Man kann sie sich auch gleich schön im Abonnement nach Hause bestellen.Freut einen dann ungefähr so wie eine Rechnung im Briefkasten, wenn wieder eine rote „Büchersendung“ drinliegt. Oder … weniger. In den folgenden 1-2 Stunden verbringt der Jurastudent seine Zeit damit, Seiten 1-5 alt herauszunehmen, Seiten 1-5 neu einzusortieren, Seiten 1-5 alt in den Papierkorb zu entsorgen (dabei bloß nichts verwechseln!), Seiten 5-23 gleichbleibend, herauszunehmen, Seiten 23 – 25 alt herauszunehmen, Seiten 23-25 neu einzusortieren…… Dabei bloß aufpassen, dass die Seiten nicht reißen. Nach gefühlten Ewigkeiten dann das neu sortierte Werk wieder zwischen die roten Buchdeckel stopfen. Manchmal schwierig, da es insgesamt immer mehr Seiten als vorher sind. Anwälte stellen manchmal studentische Hilfskräfte genau für diese Arbeit ein. Prädikat: Muss man haben.

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Fischer im Recht „Unser Sexmob“

Heute nur ein kleiner Beitrag, der Hinweis auf die auf jeden Fall spannende, da durch persönliche Überzeugung getragene (und nicht nur auf Stammtischfakten beruhende) Rechts- und Gesellschaftskolumne des bekannten Strafrichters am Bundesgerichtshof Thomas Fischer:

„Fischer im Recht: Unser Sexmob“

Viel Spaß beim Lesen!

Wie schreibt man eine juristische Klausur

Neulich bin ich über diesen – leider schnell eingestellten – Blog gestoßen, in dem ein Korrektor juristischer Klausuren seine Erfahrungen zusammenfasst: https://juraklausur.wordpress.com.

Habe dann auch gleich einen eigenen Fehler wiedergefunden 😀

Nachdem ich drüber nachgedacht habe, stelle ich fest: So wirklich RICHTIG habe ich an der Uni nicht gelernt, wie man eine gute Juraklausur schreibt. So ungefähr – ja. Aber so, dass das Ergebnis auch überzeugt? Und damit meine ich nicht die Entscheidung irgendwelcher Streits oder die vorgebrachten Argumente (hier sowieso: alles ist möglich (angeblich!)).

Nein, ich meine eher Dinge wie:  Weiterlesen „Wie schreibt man eine juristische Klausur“

Verschwende deinen Tag

Ich hasse Arztbesuche. Also die, wenn man krank ist. Nette Terminsachen gehen so einigermaßen, aber wehe, man ist wirklich krank. Dann geht man morgens um 9 Uhr zum HNO / Allgemeinmediziner / Orthopäden und wartet den ganzen Tag drei Stunden bis 12 Uhr, dass man 5 min dran ist. Um einen herum schnieft und schnauft es und vielleicht holt man sich noch Pest und Cholera irgendwelche anderen widerlichen Krankheiten, die einen wieder drei Wochen zurückwerfen und zwei kranke Kinder, die wochenlang zuhause sind und einen vom Lernen abhalten nach sich ziehen die keiner braucht und haben will.

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Arbeitende Väter 2 – Vater in Teilzeit

Nachdem ich vor kurzem über Arbeitende Väter – Wie man es macht, verliert man? geschrieben habe, kam nun thematisch passend auf  Zeit online  von Justus von Daniels der

Erfahrungsbericht eines Vaters in Teilzeit„.

Er beschreibt, was für ein ungewohnter und seltsamer Schritt es für ihn ist, seine Vollzeitstelle gegen Teilzeit einzutauschen. Und vor allem, wie anstrengend„Aber ich renne zwischen Familie und Büro hin und her und kann es trotzdem keinem recht machen. Zu Hause liegen mir die Kinder in den Ohren, und im Betrieb verpasse ich vielleicht den nächsten Aufstieg.“

„Wenn man häufiger zu Hause ist, kann man den Konflikten nicht ausweichen, und man kann sie sich schon gar nicht lange leisten. Gleichzeitig habe ich gerade durch die Kinder gelernt, Streit besser zu bewältigen. Das hilft mir auch jetzt im Büro.“

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Neujahr – Neustart … mit Hindernissen

Ich wünsche Euch ein wunderbares neues Jahr!

Neujahr! Zeit für Erinnerungen und Vorsätze. Wir hatten dieses Jahr leider keine Zeit für beides, aber dafür eine nette Silvesterfeier mit Freunden, die sich von einer Feier mit kleinen Kindern nicht abschrecken ließen (Danke dafür!). Ich mag es ja gerne, mir Sachen vorzunehmen, aber krank mit Kindern zu sein, lässt einfach keine Zeit für einen gerade Gedanken. Vielmehr: Überlebensmodus an. Wobei einfaches krank sein ohne Kinder ja meist auch schon ausreicht, um keine Kapazitäten für Extras zu haben. Deshalb verschiebe ich meine Vorsätze einfach mal um ein paar Tage – magisches Datum hin oder her. Ich hole solange einfach ein paar all-inclusive Vorsätze aus der Konserve und plane „mehr Sport, mehr Lernen, mehr effektives Lernen und mehr Zeit für die Kinder“. Daran feilen kann ich ja noch immer. „Weniger Süßigkeiten“ nehme ich mir lieber erst im Jahr nach dem Examen vor!

BuchAdam Fletcher Wir können auch andersWie man „effektiver lernen“ umsetzt, geistert auch schon ansatzweise im Kopf herum: Wir lesen gerade „Wir können auch anders“ von Adam Fletcher von der Spiegel Bestseller Liste. Darin beschreibt er wunderbar, wie irrational Menschen sind (echte Leseempfehlung!) und wieso wir unser Leben nicht mit dem einen tollen Vorsatz / Life Hack / Supertrick anhaltend verbessern können, sondern nach einer ersten Begeisterungswelle doch immer wieder auf das normale Niveau zurückfallen: nicht mehr jeden Tag joggen (aber morgen wieder!), doch wieder zuviel Schokolade essen (nur heute!) oder die neue Frisur doch nicht unser Leben verändert (wir bleiben derselbe Mensch, nur mit Ponyfransen).

In seinem Buch beleuchtet Fletcher unter anderem die Hawthorne Studien, bei denen Wissenschaftler untersuchen wollten, wie in den gleichnamigen Fabriken die Arbeitsproduktivität der Mitarbeiter gesteigert werden könne. Dazu veränderten sie verschiedene Parameter, unter anderem Lichthelligkeit oder Raumtemperatur der Produktionsstätten. Wie erwartet, stieg die Produktivität an, nachdem die Beleuchtung heller eingestellt worden war.

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