Verschwende deinen Tag

Ich hasse Arztbesuche. Also die, wenn man krank ist. Nette Terminsachen gehen so einigermaßen, aber wehe, man ist wirklich krank. Dann geht man morgens um 9 Uhr zum HNO / Allgemeinmediziner / Orthopäden und wartet den ganzen Tag drei Stunden bis 12 Uhr, dass man 5 min dran ist. Um einen herum schnieft und schnauft es und vielleicht holt man sich noch Pest und Cholera irgendwelche anderen widerlichen Krankheiten, die einen wieder drei Wochen zurückwerfen und zwei kranke Kinder, die wochenlang zuhause sind und einen vom Lernen abhalten nach sich ziehen die keiner braucht und haben will.

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Arbeitende Väter 2 – Vater in Teilzeit

Nachdem ich vor kurzem über Arbeitende Väter – Wie man es macht, verliert man? geschrieben habe, kam nun thematisch passend auf  Zeit online  von Justus von Daniels der

Erfahrungsbericht eines Vaters in Teilzeit„.

Er beschreibt, was für ein ungewohnter und seltsamer Schritt es für ihn ist, seine Vollzeitstelle gegen Teilzeit einzutauschen. Und vor allem, wie anstrengend„Aber ich renne zwischen Familie und Büro hin und her und kann es trotzdem keinem recht machen. Zu Hause liegen mir die Kinder in den Ohren, und im Betrieb verpasse ich vielleicht den nächsten Aufstieg.“

„Wenn man häufiger zu Hause ist, kann man den Konflikten nicht ausweichen, und man kann sie sich schon gar nicht lange leisten. Gleichzeitig habe ich gerade durch die Kinder gelernt, Streit besser zu bewältigen. Das hilft mir auch jetzt im Büro.“

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Neujahr – Neustart … mit Hindernissen

Ich wünsche Euch ein wunderbares neues Jahr!

Neujahr! Zeit für Erinnerungen und Vorsätze. Wir hatten dieses Jahr leider keine Zeit für beides, aber dafür eine nette Silvesterfeier mit Freunden, die sich von einer Feier mit kleinen Kindern nicht abschrecken ließen (Danke dafür!). Ich mag es ja gerne, mir Sachen vorzunehmen, aber krank mit Kindern zu sein, lässt einfach keine Zeit für einen gerade Gedanken. Vielmehr: Überlebensmodus an. Wobei einfaches krank sein ohne Kinder ja meist auch schon ausreicht, um keine Kapazitäten für Extras zu haben. Deshalb verschiebe ich meine Vorsätze einfach mal um ein paar Tage – magisches Datum hin oder her. Ich hole solange einfach ein paar all-inclusive Vorsätze aus der Konserve und plane „mehr Sport, mehr Lernen, mehr effektives Lernen und mehr Zeit für die Kinder“. Daran feilen kann ich ja noch immer. „Weniger Süßigkeiten“ nehme ich mir lieber erst im Jahr nach dem Examen vor!

BuchAdam Fletcher Wir können auch andersWie man „effektiver lernen“ umsetzt, geistert auch schon ansatzweise im Kopf herum: Wir lesen gerade „Wir können auch anders“ von Adam Fletcher von der Spiegel Bestseller Liste. Darin beschreibt er wunderbar, wie irrational Menschen sind (echte Leseempfehlung!) und wieso wir unser Leben nicht mit dem einen tollen Vorsatz / Life Hack / Supertrick anhaltend verbessern können, sondern nach einer ersten Begeisterungswelle doch immer wieder auf das normale Niveau zurückfallen: nicht mehr jeden Tag joggen (aber morgen wieder!), doch wieder zuviel Schokolade essen (nur heute!) oder die neue Frisur doch nicht unser Leben verändert (wir bleiben derselbe Mensch, nur mit Ponyfransen).

In seinem Buch beleuchtet Fletcher unter anderem die Hawthorne Studien, bei denen Wissenschaftler untersuchen wollten, wie in den gleichnamigen Fabriken die Arbeitsproduktivität der Mitarbeiter gesteigert werden könne. Dazu veränderten sie verschiedene Parameter, unter anderem Lichthelligkeit oder Raumtemperatur der Produktionsstätten. Wie erwartet, stieg die Produktivität an, nachdem die Beleuchtung heller eingestellt worden war.

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Das Leben mit kleinen Kindern…

…  beschreibt Harald Martenstein ganz aktuell und treffend im aktuellen Zeitmagazin:

 

vertrocknete Topfpflanze

„Harald Martenstein über pflegeleichte Pflanzen und andere Mitbewohner:

 

Einer meiner Charakterfehler heißt „Neid“. Wir waren mit einem Freund essen, der allein wohnt. Er erzählte, dass er seine Zimmerpflanzen abgeschafft hat. Die pflanzliche Belastung sei einfach zu groß geworden. Immer, wenn er verreise, habe sich die Frage gestellt, wer die Pflanzen gießt. Er fühle sich unfrei wegen der Zimmerpflanzen. … “ Weiterlesen.

 

Zum Glück haben wir keinen Hund!

Umstrittenes aus der StPO: „Wir wissen, dass du es warst“

Beweisverbote

Voraussetzung für eine Verurteilung ist, dass man dem Beschuldigtem die Begehung der Straftat nachweisen kann. Schweigt der Beschuldigte – was sein gutes, in der Verfassung garantiertes Recht ist – kann ihm die Straftat nur mit Hilfe von Beweismitteln nachgewiesen werden, z.B: Zeugenaussagen, Augensscheinsobjekte, Urkunden …

Es darf aber nicht jedes Beweismittel verwendet werden. Ein Zeuge, der von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch macht, darf nicht vernommen (= zur Aussage gezwungen) werden. Ein Telefonat des Beschuldigten mit seinem Verteidiger darf nicht abgehört werden. Eine Aussage nicht durch Hypnose, Quälerei, Verabreichung von Drogen oder Androhung von Folter erzwungen werden.

Das Recht des Verdächtigen auf ein rechtsstaatliches und faires Verfahren ist eines der höchsten Güter unseres Rechtsstaates. Denn wodurch zeichnen sich Diktaturen aus? Unliebsame Personen verschwinden praktischerweise für Jahre aus dem Verkehr ins Gefängnis. Weiterlesen „Umstrittenes aus der StPO: „Wir wissen, dass du es warst““

StPO

Vorweg – wir sind immer noch krank. Aber man frau kann sich wieder aus dem Bett erheben. Kein Grund also, nicht zu lernen, zumindest in der kurzen Zeit, in der der kranke Mann sich das aktive große Kind und das weinerliche Kleinkind (Eckzähne!) kümmern kann.

Gestern habe ich meine Freizeit ja leider zur seelischen Erbauung mit Klavierspielen verbracht. (note: hier Jammerpost einfügen, warum ein Tag nur 24 Stunden und eine Woche nur 7 Tage hat)

Dann kam aber mein neues StPO Skript und mahnte mich durch pure Existenz.

StPO Skript

In letzter Zeit habe ich ca. 50 Seiten meines alten StPO Skriptes durchgearbeitet und dachte, ich hätte nun einen ganz guten Überblick. Also mal in neue reingeschaut: 200 Seiten! Wahhh! Panik auf der Titanic – 3/4 des Eisberges liegen (noch) unter Wasser. Nicht! schön!

 

Jahresende

Was soll man sagen….. wir sind krank. Nichts geht mehr, nicht lernen, keine echte Familienzeit, wir hoffen einfach nur, dass wir endlich alle gesund werden und bleiben.

Immerhin konnte ich vor Weihnachten noch drei Tage dank Anwesenheit der Großeltern gut arbeiten. Habe ein bisschen herumgelesen, wieviel andere pro Tag so lernen und selbst mal getestet, was geht.

Das Ergebnis: Die gewünschten acht Nettostunden gehen schonmal nicht. Dafür bräuchte ich an Nichtklausurtagen mindestens 10 Stunden, die ich aber nicht habe, da ich erst halb zehn anfangen kann. Davor müssen die Kinder ja auch noch in den Kindergarten gebracht werden und ein bisschen was essen und trinken will man ja auch. (nur von Schokoriegeln leben geht zwar schneller aber ist auch nicht das wahre). Außerdem haben die Kinder schon gemeutert, dass ich dann nicht mit ihnen spiele, was sich durch exzessives an mir kleben konsequentes Kontaktsuchen und Nähe einfordern bemerkbar gemacht hat.

Deswegen peile ich mal 6,5 Nettostunden an und schaue, ob das klappt. Und wie es dann an den Wochenende aussieht, muss ich auch mal schauen. Ich hätte zwar auch noch Zeit, aber die nutze ich meist zum ausschlafen nachschlafen, schließlich wird die kleine auch noch 3x mal pro Nacht wach – und man kommt sowieso immer später ins Bett, als es vernünftig wäre. Schließlich geht Handwerk unausgeschlafen ganz gut – aber lernen nicht.