Klausur 4 und 5

Klausurenstand von vor dem Urlaub:

Die vierte und fünfte Klausur liefen vom äußeren sehr ähnlich ab. Fünf Stunden durchschreiben bzw. -denken ist kein Problem mehr. Das alte Klausurengefühl ist wieder da. Und damit auch wieder: Zeitnot!

Hilfe, wie soll man Strafrechtsklausuren in fünf Stunden beenden? Natürlich, mehr Wissen geht immer und macht schneller, aber sowohl bei Klausur vier als auch fünf waren plötzlich fünf Stunden um und …. ähm… dann wollte ich ja eigentlich ursprünglich aufhören… Weiterlesen „Klausur 4 und 5“

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Östereichischer Jurastudent zeigt „Heute Show“ an

Aus quasi beruflichem Interesse kann ich über sowas ja nicht hinweglesen 😀 Anzeigen nach § 103 StGB sind wohl gerade“ in“.

Östereicher zeigt Satire Show wegen Nazivergleich an

Ganz ehrlich? Schade, dass es so offensichtlich (erlaubte) Satire ist…. sonst könnte man glatt zu Popcorn greifen. Hat alles, was ein guter Film braucht: den Konflikt (schade, hier schwächelts ein wenig)*, den Sympathen, den Unsympathen Gegenspieler, die schönen Landschaften (Ö), Herzschmerz den Nazivergleich…

Habt einen guten Tag (und wenn Ihr auch jemanden anzeigen wollt, dann schließt Euch wenigstens zusammen und ernennt einen Verfahrensbevollmächtigten, die Staatsanwaltschaften sind doch so überlastet…) !

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edit, da hier ja doch auch Nichtjuristen mitlesen:

*zum einen schwächelt es daran, dass keine Anzeige des Verletzten vorliegt (jeder darf selbst entscheiden, ob er sich durch etwas beleidigt fühlt), zum anderen daran, dass es sich nicht um den östereichischen Bundespräsidenten handelte, sondern nur um einen Kandidaten, zum dritten handelt es sich meiner Ansicht nach offensichtlich um erlaubte Satire

Strittiges aus der StPO – Willst du mich heiraten?

Nun gut, so strittig ist es nicht. Aber zeitgemäß im 21 Jahrhundert?

Erstmal „die Lösung“ vom letzten Mal:

Die Lösung in Jura heißt, jeder kann alles behaupten, der mit den besseren Argumenten kann gewinnen, aber letztendlich bleibt es eine persönliche Wertungsfrage. Der BGH jedenfalls nimmt keine Fernwirkung von Beweisverboten an. Dazu ist die Polizei hier zu gut ausgebildet und zu rechtsstaatlich. Und schließlich will man den Verbrecher ja auch verurteilen und nicht nur wissen, dass er es war und nun frei herumläuft.

Die Verlobten

Um den Zeugen vor innerfamiliären Konflikten zu schützen, gibt es Zeugnisverweigerungsrecht für Familienmitglieder (und welche für andere Personen). Wenn man also weiß, dass der 68er Papa immer schwarz fährt, Weiterlesen „Strittiges aus der StPO – Willst du mich heiraten?“

Fischer im Recht – „Die Lügenpresse“

Eine weitere lesenwerte Ausgabe der Kolumne von Strafrichter Thomas Fischer. Warum lesenswert? Nicht wegen des Ergebnisses, man muss natürlich nicht seiner Meinung sein, aber dieses Hinterfragen und diese Genauigkeit von „was steht da und was bedeutet es eigentlich“ ist ziemlich juristisch und gefällt mir gut. Dieses über etwas Nachdenken und etwas von allen Seiten beleuchten. Naturgemäß kommt es dabei zu unterschiedlichen Meinungen, Wertungen und Auslegungen. Also bildet Euch selbst ein Urteil über die Lügenpresse, den Zustand der Gesellschaft und den ganzen Rest 😀

Fischer im Recht: „Die Lügenpresse“

Fischer im Recht „Unser Sexmob“

Heute nur ein kleiner Beitrag, der Hinweis auf die auf jeden Fall spannende, da durch persönliche Überzeugung getragene (und nicht nur auf Stammtischfakten beruhende) Rechts- und Gesellschaftskolumne des bekannten Strafrichters am Bundesgerichtshof Thomas Fischer:

„Fischer im Recht: Unser Sexmob“

Viel Spaß beim Lesen!

Umstrittenes aus der StPO: „Wir wissen, dass du es warst“

Beweisverbote

Voraussetzung für eine Verurteilung ist, dass man dem Beschuldigtem die Begehung der Straftat nachweisen kann. Schweigt der Beschuldigte – was sein gutes, in der Verfassung garantiertes Recht ist – kann ihm die Straftat nur mit Hilfe von Beweismitteln nachgewiesen werden, z.B: Zeugenaussagen, Augensscheinsobjekte, Urkunden …

Es darf aber nicht jedes Beweismittel verwendet werden. Ein Zeuge, der von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch macht, darf nicht vernommen (= zur Aussage gezwungen) werden. Ein Telefonat des Beschuldigten mit seinem Verteidiger darf nicht abgehört werden. Eine Aussage nicht durch Hypnose, Quälerei, Verabreichung von Drogen oder Androhung von Folter erzwungen werden.

Das Recht des Verdächtigen auf ein rechtsstaatliches und faires Verfahren ist eines der höchsten Güter unseres Rechtsstaates. Denn wodurch zeichnen sich Diktaturen aus? Unliebsame Personen verschwinden praktischerweise für Jahre aus dem Verkehr ins Gefängnis. Weiterlesen „Umstrittenes aus der StPO: „Wir wissen, dass du es warst““